Radikale Renovierung „schwebt“ eine Arche über riesigem Zementfabriklager

Angesichts des Erfolgs von Projekten wie der Battersea Power Station und der Domino Zucker Raffinerie ist es kein Wunder, dass die Renovierung von Industrieflächen in letzter Zeit so beliebt ist. Dieses jüngste Beispiel, realisiert von MAD Architects, sticht besonders heraus und umfasst die Errichtung eines gemischt genutzten Gebäudes über einem riesigen stillgelegten Zementfabriklager.

Die Shanghai Zhangjiang Cement Factory gehörte einst zu den größten Zementfabriken der chinesischen Stadt und diese Renovierung konzentriert sich auf ihr massives Lager. Das Gebäude, das 1971 erbaut wurde, diente als erste Anlaufstelle für Schiffe, die Rohstoffe abluden, bevor diese zur weiteren Verarbeitung in die Fabrik gebracht werden konnten. 2013 wurde der Betrieb eingestellt.

Die Renovierung von MAD wird den industriellen Charme der Lagerwände betonen, das Dach jedoch durch ein eher ungewöhnliches gemischt genutztes Gebäude namens „Ark“ ersetzen. Dieses wird Co-Working Spaces, ein Forschungslabor, eine flexible Halle, ein Cafe und einen großen öffentlich zugänglichen Dachpark umfassen. Der Innenraum wird über eine große Metalltreppe erschlossen (vermutlich wird auch ein Aufzug installiert), mit einigen Landschaftsgestaltungen und Einzelhandelsflächen im Erdgeschoss. Zusätzlich wird die nach Westen ausgerichtete Wand des alten Lagers durch eine Glaswand ersetzt, die den Raum für Tageslicht öffnet.

Die Ark wird eine Fläche von 6.742 qm (ungefähr 72.000 qft) einnehmen und eine maximale Höhe von 24 m (78 ft) erreichen
Die Ark wird eine Fläche von 6.742 qm (ungefähr 72.000 qft) einnehmen und eine maximale Höhe von 24 m (78 ft) erreichen

MAD

Strukturell ist es ziemlich komplex und der „schwebende“ Effekt der Ark wird durch die Installation neuer Säulen, Träger und Stützbalken realisiert, um sie unauffällig zu stützen. MAD wird auch die alten Wände des Lagers verstärken und mit zeittypischen Stollen reparieren, um den industriellen Charme zu bewahren.

„Industriekultur wird nicht nur wegen der historischen Erinnerungen, die sie trägt, erhalten und genutzt, sondern in erster Linie, weil sie der Zukunft einen Sinn für Geschichte gibt“, sagte Ma Yansong, Gründungspartner bei MAD. „Daher müssen wir hier nicht den industriellen Ästhetik feiern und festigen, sondern uns vielmehr auf den Geist der Gegenwart und Zukunft konzentrieren.“

Die Arbeiten an der Ark sind derzeit im Gange und das Projekt soll voraussichtlich 2026 abgeschlossen sein.

Quelle: MAD

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