Holzuniversität mildert das raue Klima der Färöer Inseln

Die Henning Larsen Architekten wurden mit dem Entwurf einer neuen Universität auf den Färöer-Inseln beauftragt. Die Holzkonstruktion des Campus, der als einer der unwirtlichsten Orte der Welt beschrieben wird, ist von traditionellen lokalen Bauweisen inspiriert und wird eine sorgfältig gestaltete Gesamtform präsentieren, welche die Studenten laut den Architekten vor der extremen Witterung schützt und es ihnen ermöglicht, 150 Tage länger als gewöhnlich die Außenbereiche zu nutzen.

Die Färöer-Inseln, ein autonomes Territorium Dänemarks im Nordatlantik, sind oft von unberechenbarem und anspruchsvollem Wetter geprägt, was die Aufenthaltsdauer im Freien einschränken kann. Die Henning Larsen Architekten haben diese Bedenken zum zentralen Thema des Universitätsprojekts gemacht und Computermodelle zur Berechnung der Form des Gebäudes verwendet, wodurch ein geschütztes Mikroklima in der Hauptstadt Torshavn geschaffen wird.

„Mit Hilfe von Wind- und Sonnensimulationen haben wir das Gebäudevolumen so positioniert, dass es vor den Elementen geschützt ist“, erklärte Jakob Strømann-Andersen, Direktor für Nachhaltigkeit und Innovation bei Henning Larsen Architekten. „Wir verwandeln einige vorhandene Teile eines Parkplatzes in einen neuen grünen Gemeinschaftsraum, der vor den starken Nordwestwinden in Torshavn geschützt ist. Auf diese Weise verlängern wir die angenehme Freiluftsaison um 150 Tage und schaffen die bestmöglichen Bedingungen für das Leben im Freien an einer der unwirtlichsten Campusstandorte der Welt.“

Die Universität der Färöer-Inseln in Torshavn wird Grasdächer aufweisen, die es ihr ermöglichen, sich in die lokale traditionelle Architektur zu integrieren
Die Universität der Färöer-Inseln in Torshavn wird Grasdächer aufweisen, die es ihr ermöglichen, sich in die lokale traditionelle Architektur zu integrieren

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Das Gebäude wird aus einer Mischung von kreuzlaminiertem Holz (CLT) und geleimtem Laminierholz (glulam) gebaut und mit Gras bedeckt sein, um sowohl eine Isolierung des Innenraums zu gewährleisten als auch eine Integration in die traditionelle lokale Architektur zu ermöglichen, zu der auch einige der ältesten bewohnten Holzhäuser der Welt gehören, die bis ins 11. Jahrhundert zurückreichen.

Der Innenraum wird eine Fläche von 8.000 Quadratmetern (ungefähr 86.000 Quadratfuß) umfassen, die von einem zentralen, lichtdurchfluteten, halb offenen Korridor, einer Treppe mit integrierten Sitzgelegenheiten, sowie einer Bibliothek, Studienräumen, einer Kantine, Forschungsgebieten, Klassenzimmern und einem großen Hörsaal eingenommen werden wird. Das Innenraumdesign wird das Tageslicht maximieren und das natürliche Holz mit Grünflächen kombinieren.

Das Design von Henning Larsen wurde nach einem Architekturwettbewerb ausgewählt, an dem auch bekannte Namen wie BIG teilnahmen, das bereits eine Schule auf den Färöer-Inseln entworfen hat, sowie COBE. Es steht fest, dass das Projekt fortgesetzt wird, allerdings gibt es noch keine Aussagen dazu, wann es voraussichtlich abgeschlossen sein wird.

Quelle: Henning Larsen

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